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California High-Speed Rail
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top
| California High-Speed Rail | California High-Speed Rail |
|---|---|
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| Spurweite : | 1435 mm ( Normalspur ) |
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California High-Speed Rail ist ein Projekt des Bundesstaates Kalifornien zum Bau von 1300 kmcite-ref-3[3] Schnellfahrstrecken zwischen den StĂ€dten San Francisco, Los Angeles, Sacramento und San Diego. Die Realisierung des Projektes wurde am 4. November 2008 durch ein Volksreferendum mit 9,95 Milliarden US-Dollar an Startkapital in Auftrag gegeben. ZunĂ€chst sollte die California High-Speed Rail Authority, abgekĂŒrzt CHSRA, bis 2033 fĂŒr 77 Milliarden US-Dollar die 826 km lange Bahnstrecke von San Francisco durch das Central Valley nach Los Angeles bauen,cite-ref-4[4] was sich aber als nicht realisierbar erwies.
Im Mai 2016cite-ref-1-5-0[5] wurde deshalb die PrioritĂ€t des Projekts auf den 275 km langen Kernabschnitt MercedâFresnoâBakersfield als Insellösung gesetzt, der bis 2030 unter Zuhilfenahme von Bestandsstrecken als einspurige Schnellfahrstrecke eröffnet werden soll. Dabei soll die Höchstgeschwindigkeit auf den Bestandsstrecken bei 110 mph (177 km/h) und auf den Neubaustrecken bei 220 mph (354 km/h) liegen. Dieser Streckenteil wird eine Region mit sechs Millionen Einwohnern verbinden.cite-ref-6[6] Geplant ist eine Fahrzeit von 90 Minuten und 18 Verbindungen tĂ€glich (die Amtrak-ZĂŒge benötigen derzeit ĂŒber drei Stunden, bei bis zu sieben Verbindungen).cite-ref-7[7]
Die Kosten fĂŒr diesen ersten Streckenteil wurden 2021 auf 13,8 Milliarden US-Dollar geschĂ€tzt,cite-ref-8[8] fĂŒr die gesamte Strecke von Los Angeles bis San Francisco auf 84 Milliarden US-Dollar.cite-ref-9[9] Auf absehbare Zeit sollen nur noch die Verbindungsstrecken zu existierenden Bahnstrecken gebaut werden: Von der Endstation des Caltrain in Gilroy nach Madera sowie von Bakersfield zur Endstation der Antelope-Valley-Linie des Metrolink-Systems in Lancaster. Sowohl bei der Caltrain- wie auch bei der Metrolink-Bahnstrecke betragen die Streckenhöchstgeschwindigkeiten nur knapp 130 km/h. Somit wird die Gesamtfahrzeit von San Francisco nach Los Angeles deutlich ĂŒber vier Stunden liegen (anstatt der ursprĂŒnglich geplanten 2:40 Stunden).cite-ref-10[10]
Contents
âą Geschichte
âą Planung
âą Bauphasen
âą MercedâFresno
âą Betreiber
âą Fahrzeuge
âą Reisezeiten
âą Politiker
âą Wirtschaft
⹠Bevölkerung
âą UmweltschĂŒtzer
âą Thinktanks
âą Technik
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
Schon seit den frĂŒheren 1990er Jahren versuchte die kalifornische Regierung eine Hochgeschwindigkeitslinie einzufĂŒhren, die per Volksreferendum legitimiert werden sollte. Aus Angst vor einem Nein der WĂ€hler verschob man das Referendum bis zuletzt auf den 4. November 2008, den Tag, an dem auch die PrĂ€sidentschaftswahl und die Wahl des ReprĂ€sentantenhauses stattfanden.cite-ref-igs-2008-11-0[11]âProposition 1Aâ, 10 Milliarden Dollar Steuergelder fĂŒr den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zu garantieren, befĂŒrworteten 52 % der WĂ€hler.cite-ref-sdut-20081106-12-0[12]
Förderung durch den Bund
Die Baukosten werden von der CHSRA und Goldman Sachs auf 42 Milliarden US-Dollar geschÀtzt. Im ersten Finanzrahmen von 2008 wurde ausgewiesen, dass 12 bis 16 Milliarden US-Dollar aus dem Bundeshaushalt der USA kommen sollten und etwa 7,5 Milliarden US-Dollar aus Privatinvestitionen, die verbleibenden 10 Milliarden US-Dollar sollten von den StÀdten und Gemeinden getragen werden.cite-ref-13[13]
Am 2. Oktober 2008 reichte Gouverneur Schwarzenegger einen Antrag um BaukostenzuschĂŒsse in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar ein, die aus American Recovery and Reinvestment Act Budget entnommen werden sollten. Dies war mehr als die HĂ€lfte der 8 Milliarden US-Dollar, die in diesem Programm fĂŒr den Hochgeschwindigkeitsverkehr vorgesehen waren. Am 28. Oktober 2010 wurde aus dem WeiĂen Haus eine Finanzzusage in Höhe von 2,35 Milliarden US-Dollar gegeben. Am 28. Oktober 2010 wurde der Betrag um 900 Millionen US-Dollar aufgestockt, die speziell fĂŒr die Strecke im Central Valley vorgesehen sind. Am 10. Dezember 2010 wurden Finanzhilfen fĂŒr den Eisenbahnausbau, die von anderen Staaten nicht abgerufen wurden (einschlieĂlich Wisconsin und Ohio), dem CHSR zugeschlagen. Insgesamt hĂ€tten sich damit die ZuschĂŒsse aus dem Bundeshaushalt auf 4,3 Milliarden US-Dollar belaufen. Diese Zusagen wurden jedoch zurĂŒckgezogen, als die republikanische Mehrheit im US-ReprĂ€sentantenhaus nach den Erfolgen bei den Wahlen 2010 die gesamte Eisenbahnförderung fĂŒr Neubauprojekte stoppte.
Ende 2013 zweifelte deshalb ein Gericht in einem Verfahren eines GrundeigentĂŒmers die Finanzierung und damit die gesamte Verwirklichung des Projektes an.cite-ref-14[14] Daraufhin entwickelte Kalifornien bis Mitte 2014 ein neues Finanzierungskonzept, das völlig ohne Bundesmittel auskommen muss. Demnach werden 25 % der Einnahmen aus dem Emissionshandel fĂŒr das Bahnprojekt bereitgestellt. Das entspricht jĂ€hrlichen Mitteln von 3,5 bis 5 Milliarden US-Dollar.cite-ref-15[15] Diese gesetzlich definierte Einnahmequelle erlaubt es dem Konsortium damit, Baukosten auf dem Finanzmarkt vorzufinanzieren.
FĂŒr 2 Milliarden US-Dollar an Bundesmitteln gibt es die EinschrĂ€nkung, dass sie in gleicher Höhe vom Bundesstaat Kalifornien bereitgestellt werden und bis zum 30. September 2017 aufgebraucht werden mĂŒssen.cite-ref-bonds2-16-0[16] Durch BeschlĂŒsse zum Emissionshandel mit ĂŒber 3,2 Milliarden US-Dollar hat Kalifornien dies im Dezember 2016 abgesichert.cite-ref-merced2-17-0[17] Der CEO von CHSRA merkte an, dass die bisherige Planung ausreicht, um alle Bundesmittel abzurufen.cite-ref-bonds2-16-1[16] Insgesamt stehen drei Milliarden an Bundesmitteln zur VerfĂŒgung, wobei auch die 600 Millionen US-Dollar fĂŒr die Caltrain-Elektrifizierung unterstĂŒtzt werden, die formal nicht zum California-Highspeed-Rail-Projekt gehört, jedoch von den HochgeschwindigkeitszĂŒgen im Mischverkehr mitgenutzt werden soll.cite-ref-merced2-17-1[17]
Juristische Risiken
Im Laufe des Jahres 2014 wurden in Berufungsverfahren mehrere Klagen durch Kings County und zwei GrundstĂŒckseigentĂŒmer abgewiesen. Die KlĂ€ger hatten kritisiert, dass die PlĂ€ne nicht alle Bedingungen erfĂŒllten, die in der Volksabstimmung zur Grundlage des Verfahrens gemacht wurden. Das Gericht wies die Klagen ab, stellte aber klar, dass die Bedingungen des Volksentscheids vor der Aufnahme von Krediten zur Finanzierung des Baus erfĂŒllt sein mĂŒssen. Das dagegen angerufene Oberste Gericht des Staates Kalifornien nahm Beschwerden der KlĂ€ger nicht an.cite-ref-18[18] Damit können vorbereitende Arbeiten auf der Grundlage der bisherigen Planung und ohne Kreditfinanzierung weitergehen.
Planung
Die Vision, bis 2030 ein Hochgeschwindigkeitsstreckennetz in Kalifornien zu errichten, stellte sich bald als nicht realisierbar heraus, weshalb das Projekt im November 2008cite-ref-1-5-1[5] in zwei Phasen aufgeteilt wurde. Die erste Phase umfasst die Strecke San FranciscoâSan JosĂ©âFresnoâBakersfieldâLos AngelesâAnaheim inklusive der Anbindung von Merced, Phase 2 umfasst die beiden Strecken MercedâSacramento und Los AngelesâSan Diego.cite-ref-19[19]
In den 2010er Jahren stellte sich heraus, dass auch die reduzierte Phase 1 weniger Fortschritt macht als erwartet, denn der Landerwerb und die DurchfĂŒhrung der UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung waren selbst im relativ dĂŒnn besiedelten Central Valley schwierig. AuĂerdem sind die hohen Kosten und die KomplexitĂ€t des Baus einer neuen Strecke durch die Tehachapi Mountains ins Los-Angeles-Becken zusĂ€tzliche Hindernisse.cite-ref-0-20-0[20] Es wurde deshalb im November 2011 vorgeschlagen, Strecken in Abschnitten in Betrieb zu nehmen. Das erste Initial Operating Segments (IOS) sollte entweder San JosĂ©âBakersfield oder MercedâBurbank sein.cite-ref-1-5-2[5]
Governor Gavin Newsom kĂŒndigte im Februar 2019 an, zunĂ€chst nur den 191,5 km langen Abschnitt zwischen Merced und Bakersfield zu bauen, denn das Gesamtprojekt wĂŒrde zu lange dauern und zu hohe Kosten verursachen.cite-ref-rgi-2019-3-8-21-0[21] Dies wurde an vielen Orten als De-facto-Aufgabe des Projekts interpretiert und fĂŒhrte dazu, dass die Trump-Administration auf Bundesebene die Finanzierungsvereinbarung ĂŒber 928 Mio. US-Dollar strich und die FRA die von ihr gesprochenen 2,5 Mrd. US-Dollar zurĂŒckforderte. Dies mit der BegrĂŒndung, dass das Vorhaben, im Bundesstaat ein Hochgeschwindigkeitsstreckennetz zu bauen, nicht mehr verfolgt wĂŒrde und somit die Voraussetzung fĂŒr die Finanzierung nicht mehr gegeben sei.cite-ref-0-20-1[20]
2020 verlieh die Wahl von Joe Biden zum PrĂ€sidenten der USA dem Projekt neuen Schwung.cite-ref-0-20-2[20] Im Draft Businessplan 2020, der wegen der COVID-19-Pandemie ĂŒberarbeitet werden musste, sind PrioritĂ€ten zur Umsetzung des Projekts aufgefĂŒhrt. Die Trasse der 191,6 km lange Neubaustrecke soll bis 2023 fertiggestellt sein, sodass der Einbau der Bahntechnik beginnen kann, fĂŒr die der Auftrag noch 2021 vergeben werden soll. Ab 2026 oder 2027 sollen die Testfahrten mit den HochgeschwindigkeitszĂŒgen beginnen, der kommerzielle Betrieb zwischen Merced und Bakersfield soll 2030 aufgenommen werden. Dazu mĂŒssen an die Schnellfahrstrecke anschlieĂende Abschnitte von Bestandsstrecken elektrifiziert werden, damit die HochgeschwindigkeitszĂŒge bis zu den vorgesehenen Endpunkten fahren können. In zweiter PrioritĂ€t soll die UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung fĂŒr die ganze Phase 1 abgeschlossen werden und die Finanzierung fĂŒr den Bau der restlichen Strecke von San Francisco nach Los Angeles geklĂ€rt werden.cite-ref-2-22-0[22] Danach soll die Strecke von Merced bis San JosĂ© gebaut werden, von wo die HochgeschwindigkeitszĂŒge den bis dahin elektrifizierten Caltrain Peninsula Corridor nach San Francisco benutzen werden. Als letzte ist die Erweiterung nach SĂŒden bis Los Angeles geplant.cite-ref-23[23]
Hochgeschwindigkeitsstrecke
Das Streckennetz lehnt sich an die erfolgreichen Hochgeschwindigkeitsnetze wie etwa den Shinkansen, den LGV und andere Eisenbahnen an, in denen zwischen den groĂen StĂ€dten die Strecken neu trassiert werden, um die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, wĂ€hrend sie im stĂ€dtischen Bereich in vorhandene Gleisanlagen eingebunden werden, die zu diesem Zweck ausgebaut werden. In weiten Teilen werden die California-High-Speed-Rail-ZĂŒge auf eigenen Gleisen fahren, um im Betrieb nicht auf langsamer fahrende NahverkehrszĂŒge und GĂŒterzĂŒge RĂŒcksicht nehmen zu mĂŒssen; nur auf den Teilstrecken San JosĂ© â San Francisco und Anaheim â Los Angeles mĂŒssen die Gleise mit herkömmlichen ZĂŒgen geteilt werden.cite-ref-24[24] Die ersten Planungen nannten fĂŒr die Neubaustrecken eine Geschwindigkeit von bis zu 250 mph (402 km/h), die aktuelle Ausschreibung fĂŒr die HochgeschwindigkeitszĂŒge fordert mindestens 220 mph (350 km/h).cite-ref-25[25]
Die Strecke wird die wichtigsten StĂ€dte Kaliforniens miteinander verbinden, die meistens zu weit voneinander entfernt sind, um sie mit dem PKW zu erreichen, gleichzeitig aber noch so nahe beieinander liegen, dass die Reisezeiten wettbewerbsfĂ€hig mit dem Flugzeug sind. Auf diese Weise wird mit dem Bau des neuen Netzes eine wichtige ökonomische Nische in der Infrastruktur des Bundesstaates gefĂŒllt. Nach den Angaben der California High Speed Rail Authority wĂŒrde eine Fahrt von San Francisco nach Los Angeles 2:40 Stunden dauern.cite-ref-26[26] Zum Vergleich braucht der derzeitige Amtrak Coast Starlight 11:40 Stunden von Oakland an der Bucht von San Francisco nach Los Angeles.cite-ref-27[27] Nach der Erweiterung dĂŒrfte eine Fahrt von Sacramento, der nördlichsten Station des Netzes, bis nach San Diego, der sĂŒdlichsten Station, 3:35 Stunden dauern.cite-ref-28[28] Beim etablierten Betrieb der vollstĂ€ndigen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke erwartet man einen Gewinn von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.
Bauphasen
Als erste Neubaustrecke wurde die Strecke durch die Ebene des Central Valleys ausgeschrieben, die von der Avenue 19 im Madera Countyn-rdliches-ende-der-neubaustreckeâ37.0253759-120.0783268 bis nach Shafters-dliches-ende-der-neubaustreckeâ35.4965-119.2657 bei Bakersfield fĂŒhrt und 2030 in Betrieb gehen soll.
Danach soll die Strecke von San JosĂ© nach Merced folgen. Die nördliche VerlĂ€ngerung in die San Francisco Bay Area war in der Planung von 2012 als dritter zu bauender Streckenabschnitt geplant, wurde aber in der ĂŒberarbeiteten Fassung von 2016 gegenĂŒber dem geologisch schwierigen SĂŒdteil bevorzugt. UrsprĂŒnglich wurde eine StreckenfĂŒhrung ĂŒber den nördlicheren Altamont Pass geplant, der heute schon von der Oakland Subdivision der Union Pacific benutzt wird, auf der die VorortzĂŒge des Altamont Corridor Express verkehren. Dies wurde jedoch bald verworfen und eine StreckenfĂŒhrung ĂŒber den sĂŒdlicheren Pacheco-Pass nach San JosĂ© favorisiert. In einer Bauvorleistung wird der Bahnhof von San JosĂ© schon fĂŒr den Anschluss an die Neubaustrecke vorbereitet. Bisher ist San JosĂ© der Endpunkt des Caltrain, der in einer sehr geraden Trassierung San Francisco anbindet. Die HochgeschwindigkeitszĂŒge werden im Mischbetrieb mit den NahverkehrszĂŒgen ĂŒber diese Altbaustrecke verkehren, die seit 2024 elektrifiziert ist.
SĂŒdlich von Bakersfield fĂŒhrt die Strecke durch die Tehachapi Mountains, die das San Joaquin Valley vom San Fernando Valley trennen. Der Neubau ĂŒber den Tehachapi Pass parallel zur StaatsstraĂe 58 ist der teuerste Abschnitt des gesamten Projektes. Nach der Ăberquerung des Gebirges erreicht die Strecke die Ebene der westlichen Mojave-WĂŒste. Der GroĂraum Palmdale/Lancaster mit einer halben Million Einwohner wird mit einer eigenen Station in Palmdale angeschlossen.
Die Hochebene von Palmdale wird durch die San Gabriel Mountains von der KĂŒstenebene von Los Angeles getrennt. UrsprĂŒnglich sollte die Strecke hier oberirdisch der Valley Subdivision von Metrolink folgen, in neueren Planungen wird jedoch eine Tunnelstrecke unter dem Gebirge bevorzugt, die bei Burbank ihre erste Station hat. Ăber die bestehende Strecke kann von Burbank die Union Station im Stadtzentrum von Los Angeles erreicht werden. Eine sĂŒdliche VerlĂ€ngerung von Union Station ĂŒber Norwalk bis Anaheim ist in Planung.
Die weiteren Bauabschnitte befinden sich noch nicht im Planungsstadium. Vorgesehen ist eine VerlĂ€ngerung sĂŒdlich von Los Angeles ĂŒber Riverside nach San Diego entlang der Strecke des Pacific Surfliners. Im nördlichen Bereich wird von Merced ĂŒber Stockton nach Sacramento verlĂ€ngert. Beide Verbindungen können bis dahin ĂŒber Altbaustrecken erreicht werden.
Der Brightline West (ehemals DesertXpress) ist nicht Teil der CHSRA-Planung und wird eigenstĂ€ndig betrieben. In den ersten Planwerken wurde dieser bis Victorville gefĂŒhrt, von dort gibt es schon eine Anbindung ĂŒber eine Talstrecke nach Los Angeles. In der letzten Ăberarbeitung 2012 ist nun jedoch eine WeiterfĂŒhrung durch die WĂŒste bis Palmdale geplant, womit ein Ăbergang sowohl zur California High-Speed Rail und zur Metrolink-Vorortlinie von Los Angeles geschaffen wird.
Initial Operating Section
UrsprĂŒnglich sollten auf bereits gebauten Strecken herkömmliche ZĂŒge als Regionalexpresse verkehren, bis der Betrieb mit HochgeschwindigkeitszĂŒgen aufgenommen wĂŒrde. Im November 2011 wurde die Inbetriebnahme einer Initial Operating Section âersten Betriebsabschnittsâ, abgekĂŒrzt IOS vorgeschlagen, wobei als IOS entweder die Strecke BakersfieldâSan JosĂ© oder die Strecke MercedâBurbank vorgeschlagen wurden, wobei man sich im April 2012 fĂŒr die sĂŒdliche Variante entschied. So sollten ab 2022 ZĂŒge ĂŒber die Tehachapi Mountains verkehren, und an den Endpunkten der IOS einen Umstieg in den jeweiligen Regionalexpress anbieten, mit dem San Francisco und Los Angeles erreicht werden könnte.cite-ref-1-5-3[5]
Mit dem Businessplan 2016 wurde nicht mehr die sĂŒdliche, sondern die nördliche IOS verfolgt, bei der die MillionenstĂ€dte San JosĂ©, Fresno und Bakersfield verbunden worden wĂ€ren, und damit eine bessere Anbindung des Central Valley an das international bedeutende Silicon Valley erlaubt hĂ€tte. Durch mehrjĂ€hrige Verzögerungen wurde die Betriebsaufnahme auf 2025 verschoben.cite-ref-1-5-4[5]
| Status | Planabschnitt | LĂ€nge | LĂ€nge | Inbetriebnahme | Inbetriebnahme | Inbetriebnahme | Inbetriebnahme |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Status | Planabschnitt | km | mi | Planung 2012 | Planung 2016 | Planung 2020 | Planung 2025 |
| Kein Neubau | San FranciscoâSan Jose | â 82 | 51 | 2029 | 2029 | 2022 1) | |
| Geplant | San JoseâMerced | â 135 | 84 | 2026 | 2025 (IOS 2025) | | |
| Im Bau | MercedâFresno | â 105 | 65 | 2017 (IOS 2022) | 2018 (IOS 2025) | (IOS 2030) | |
| Im Bau | FresnoâBakersfield | â 183 | 114 | 2021 (IOS 2022) | 2021 (IOS 2025) | (IOS 2030) | |
| Geplant | BakersfieldâPalmdale | â 129 | 80 | 2022 (IOS 2022) | 2029 | | |
| Geplant | Gilroy â Palmdale | â 470 | 290 | | 2029 | | 2045 [ 30 ] |
| Geplant | PalmdaleâBurbank | â 79 | 49 | 2022 (IOS 2022) | 2029 | | |
| Geplant | BurbankâLos Angeles | â 23 | 14 | 2028 | 2029 | | |
| Geplant | Los AngelesâAnaheim | â 48 | 30 | 2029 | 2029 | | |
| Phase 2 | Los AngelesâSan Diego | â 269 | 167 | | | | |
| Phase 2 | MercedâSacramento | â185 | 115 | | | | |
| Studie | Altamont Corridor | | | | | | |
1) In der Planung 2020 wird kein Neubau der Strecke vorgesehen, sondern die Mitbenutzung der elektrifizierten Caltrain-Strecke.
San FranciscoâSan JosĂ©
Die Verbindung von San Francisco ins sĂŒdlichere San JosĂ© zĂ€hlt zu den Ă€ltesten Bahnstrecken der USA und wurde 1851 eröffnet. Mit der EinfĂŒhrung von Caltrain stieg die Bedeutung des Vorortverkehrs gegenĂŒber dem GĂŒterverkehr. Durch die massiv steigende Auslastung wurde schon vor der Planung einer Hochgeschwindigkeitslinie die Elektrifizierung und der weitere Ausbau der Strecke in Betracht gezogen. Die Beschlussfassung der Hochgeschwindigkeitslinie verstĂ€rkte die BemĂŒhungen. Im Sommer 2016 wurden die ersten elektrischen DoppelstocktriebzĂŒge vom Typ KISS bei Stadler bestellt.cite-ref-31[31] Nach einiger Verzögerung startete der elektrische Betrieb im August 2024.cite-ref-32[32]
Die HochgeschwindigkeitszĂŒge sollen in diesem Abschnitt parallel oder auf den gleichen Gleisen wie Caltrain verkehren. Perspektivisch ist mit der Downtown Rail Extension eine unterirdische FortfĂŒhrung ins Stadtzentrum von San Francisco angedacht.
Die wesentliche Problematik in diesem Bauabschnitt liegt im Parallelbetrieb von Caltrain und CHSRA-ZĂŒgen. Die Linien des Caltrain werden traditionell mit DoppelstockzĂŒgen mit niederflurigem Einstieg an niedrigen Bahnsteigen betrieben, wĂ€hrend die Hochgeschwindigkeitslinien mit international bewĂ€hrten hochflurigen Fahrzeugen betrieben werden sollen. Auch letztere sollen dabei einen stufenlosen Zugang bekommen, somit also an hohen Bahnsteigen. Daher wurden die neuen KISS-Doppelstockwagen von Caltrain sowohl mit einem niederflurigen als auch mit einem hochflurigen Einstieg ausgestattet. VorlĂ€ufig befinden sich im Einstiegsbereich fĂŒr hohe Bahnsteige noch Sitze, weil alle Bahnsteige noch niedrig sind. Mit diesen TriebzĂŒgen mĂŒssen keine getrennten Bahnsteige fĂŒr den Regional- und Hochgeschwindigkeitsverkehr errichtet werden.
San JosĂ©âMerced
Die Strecke nach San JosĂ© ins Central Valley, dem Kalifornischen LĂ€ngstal, wird unter dem Bauabschnitt San JosĂ© nach Merced geplant. TatsĂ€chlich wird die Bahnstrecke jedoch am Chowchilla-Gleisdreieck enden, von dem die ZĂŒge entweder nördlich nach Merced oder sĂŒdlich nach Fresno verkehren sollen. Das Gleisdreieck liegt dabei nur wenige Kilometer sĂŒdlich von Merced.
Der Grund fĂŒr diese StreckenfĂŒhrung liegt darin, dass östlich von San JosĂ© eine Gebirgskette liegt. Nur anfĂ€nglich wurde ĂŒberlegt, die Hochgeschwindigkeitslinie nördlich abknicken zu lassen, um ĂŒber den Altamont Pass ins kalifornische LĂ€ngstal zu kommen. Da diese Strecke jedoch aufwĂ€ndiger ist und sich anliegende StĂ€dte auch dagegen aussprachen, wurde sie verworfen. Der schon heute ĂŒber die Passstrecke fĂŒhrende Altamont Corridor Express soll spĂ€ter fĂŒr höhere Geschwindigkeiten (zum âSuper-ACEâ) mit bis zu 150 mph ausgebaut werden.
Im weiteren Planungsverlauf fĂŒhrt die Bahnstrecke jedoch sĂŒdlich geradeaus von San JosĂ© nach Gilroy, wie sie auch schon mit wenigen Zugpaaren des Caltrain betrieben wird. Hinter Gilroy kann die Bahnstrecke dann östlich ĂŒber den Pacheco-Pass in den Diablo Range fĂŒhren, erreicht das LĂ€ngstal dort allerdings schon sĂŒdlich von Merced. Diese StreckenfĂŒhrung liegt dabei Ă€hnlich einer vorhandenen GĂŒterverkehrsstrecke. Da die Strecke entlang schĂŒtzenswerter Natur verlĂ€uft, wurde sie vom einflussreichen Sierra Club kritisiert, es wurden jedoch letztlich keine weiteren alternativen Trassierungen geprĂŒft.
Entsprechend dem ĂŒberarbeiteten Businessplan von 2016 wird dieser Bauabschnitt mit PrioritĂ€t vorangetrieben. Sobald diese Strecke fertig ist, kann mit dem Erstbetrieb von HochgeschwindigkeitszĂŒgen von San JosĂ© ĂŒber Fresno nach Bakersfield begonnen werden. Einzelne Linien können dann auch von San JosĂ© direkt nach Merced fĂŒhren. Allerdings ist Merced mit 80 000 Einwohnern im Vergleich zum GroĂraum Fresno mit fast einer Million Einwohnern vergleichsweise unbedeutend. Obwohl die Direktverbindung ins Silicon Valley im Businessplan 2016 nicht mehr enthalten war, wird die Strecke nach Merced auch fĂŒr die IOS 2025 empfohlen â dazu soll Merced wenigstens mit einer eingleisigen Kurve von San JosĂ© nach Merced am Chowchilla-Dreieck angebunden werden (siehe Strecke Merced nach Fresno).cite-ref-recommended2016-33-0[33]
Die Ănderung im Businessplan Ă€nderte die PrioritĂ€ten der Bauplanung. Noch im Laufe des Jahres 2017 soll die Planfeststellung erfolgen, um noch Ende 2017[veraltet] mit dem Bau beginnen zu können. Es gibt dabei in weiten Strecken zwei Optionen: beim Bahnhof San JosĂ© wird ĂŒberlegt, neben der Umnutzung vorhandener Bahnsteige eine leistungsfĂ€higere Version zu errichten, bei der die Bahnsteige der Hochgeschwindigkeitsstrecke ĂŒber den vorhandenen Bahnsteigen errichtet werden. SĂŒdlich des Bahnhofs mĂŒssen SchnellstraĂen ĂŒberbrĂŒckt werden, wofĂŒr zwei Varianten vorliegen. Beim Bahnhof Gilroy gibt es neben dem Ausbau der Station im Stadtzentrum (Downtown Gilroy Station) die Idee, die Bahnstrecke östlich vorbeizufĂŒhren und auf freiem Feld einen neuen Bahnhof zu errichten (East Gilroy Station). Die Station im Stadtzentrum wird zwar bevorzugt, ist allerdings durch die Eisenbahngesellschaft Union Pacific blockiert, die kein Land am Bahnhof abgeben will, und schon im Vorfeld einer sehr engen FĂŒhrung entlang ihrer Bahnstrecke widersprochen hatte. So gibt es neben der FĂŒhrung entlang der existierenden Bahntrasse auch die Option entlang U.S. Highway 101 etwas weiter östlich. Durch Kombination der jeweils zwei Alternativen entstehen eine Reihe von Möglichkeiten, die sich in KlĂ€rung befinden und im Winter/FrĂŒhjahr 2017 zur Entscheidung vorgelegt werden sollten.
Der Zeitplan musste 2017 schlieĂlich verworfen werden. Voruntersuchungen hatten gezeigt, dass der alte Plan ĂŒber den Pacheco-Pass mit fĂŒnf kurzen TunnelstĂŒcken zu nah am San Luis Reservoir Stausee vorbeifĂŒhrt. Stattdessen ist nun ein einzelner langer Tunnel von 22 km (13,7 Meilen) geplant. Die Probebohrungen dafĂŒr im Franciscan-Komplex-Gestein begannen im Juni 2017 und werden auch noch 2018 durchgefĂŒhrt, um die Risiken abschĂ€tzen zu können â nach SchĂ€tzungen aus Ă€hnlichen Projekten gibt es eine Spannweite von 5 Milliarden bis zu 15 Milliarden US-Dollar. Die zur VerfĂŒgung stehenden Finanzmittel reichen dafĂŒr nicht aus. MaĂgeblich ist auch, dass an einer tektonischen Verwerfung mit möglichen Erdbeben der StĂ€rke 7,1 gebaut wird. Nach Abschluss der geologischen Untersuchungen kann ĂŒberhaupt erst eine finale Route festgelegt werden, zu der ein Planfeststellungsverfahren angesetzt werden kann. Experten verweisen darauf, dass die anschlieĂende Ausschreibung bis zu einem Jahr dauern kann, der Bau und Einrichtung einer Tunnelbohrmaschine nochmals ein Jahr, und mit einer mindestens dreijĂ€hrigen Phase der tatsĂ€chlichen Bohrung ist auch der Zeitplan fĂŒr die Eröffnung der Strecke bis 2025 schon gefĂ€hrdet.cite-ref-tunnels2017-34-0[34]
MercedâFresno
Die Verbindung von Merced nach Fresno wurde als erste Neubaustrecke der initialen Bauphase ausgeschrieben. Die Errichtung der Kunstbauwerke wird durch das Tutor Perini/Zachry/Parsons Joint Venture fĂŒr knapp eine Milliarde (20 % unter den erwarteten Kosten) durchgefĂŒhrt.cite-ref-35[35] Die kommerzielle Inbetriebnahme des Abschnitts ist bis 2030 als Teil des IOS MercedâBakersfield geplant.
Nach der Vergabe im April 2013 war der Spatenstich fĂŒr Juli 2013 geplant, konnte aber wegen hĂ€ngiger Einsprachen nicht durchgefĂŒhrt werden. Trotzdem begannen die ersten Bauarbeiten am 20. August 2013.cite-ref-36[36] Der feierliche erste Spatenstich erfolgte am 6. Januar 2015 in Fresno.cite-ref-37[37]
Das Paket CP1 umfasst 32 Meilen (51,5 km) von Fresno bis zur Avenue 17 östlich von Madera.cite-ref-38[38] Die ersten neuen BrĂŒcken wurden im FrĂŒhjahr 2016 errichtet. UrsprĂŒnglich wurde eine Fertigstellung fĂŒr 2018 erwartet, durch die Verzögerungen vor dem ersten Spatenstich wird nun mit einer Fertigstellung des Unterbaus bis 2023 gerechnet, danach soll die Bahntechnik eingebaut werden, sodass die Probefahrten 2026 oder 2027 beginnen können. Die ZĂŒge werden von nördlich der Avenue 17 die bestehende Strecke nach Merced benutzen.cite-ref-2-22-1[22]
Siehe auch
:
Fresno River Viaduct
Die weitere Trassierung, insbesondere im Bereich des Chowchilla Gleisdreieck, befindet sich noch in der Erarbeitung. Ende 2012 wurden fĂŒr das Chowchilla Gleisdreieck noch 14 Varianten geprĂŒft, was auf 6 Varianten ab Januar 2013 eingeschrĂ€nkt wurde, und im MĂ€rz 2013 auf 4 Varianten fĂŒr eine genauere Untersuchung beschrĂ€nkt wurde.cite-ref-39[39] Von den 2015 verbliebenen 3 Varianten bevorzugt die Gemeindevertretung von Chowchilla die sĂŒdlichste Trassierung (Avenue 21/Road 13), da sich die anderen nĂ€her an Chowchilla liegenden Varianten mit schon vorhandenen stĂ€dtischen Planungen ĂŒberschneiden.cite-ref-40[40] Im Juni wurde eine neue vierte Variante weiter östlich aufgenommen, eine Entscheidung zur Vorzugsvariante wird im Januar 2017[veraltet] erwartet.cite-ref-41[41]
FresnoâBakersfield
Die StreckenfĂŒhrung von Fresno bis nach Bakersfield liegt parallel zur bestehenden Eisenbahnstrecke und wurde im August 2014 von der Eisenbahnbehörde bestĂ€tigt.cite-ref-42[42]
Im Businessplan 2016cite-ref-businessplan2016-43-0[43] wurden die Planungen so abgeĂ€ndert, dass die VerlĂ€ngerung von Fresno schon vor der Stadt bei Shafter endete. Dort sollte ein Bahnsteig errichtet werden, der fĂŒr einige Jahre in Betrieb gewesen wĂ€re, bis die Strecke sĂŒdlich verlĂ€ngert werden kann. In Bakersfield ist dann die Errichtung eines komplett neuen Bahnhofs geplant. Nach ersten Anhörungen wird empfohlen, die Neubaustrecken zeitweilig noch weiter vor der Stadt bei Wasco enden zu lassen, wo ein Umstieg auf herkömmliche Amtrak-ZĂŒge möglich ist, die dann ĂŒber Altbaustrecken das Stadtzentrum von Bakersfield erreichen wĂŒrden.cite-ref-recommended2016-33-1[33]
Der Stadtrat von Bakersfield hat sich einstimmig gegen diese Neuplanung ausgesprochen, und hĂ€lt den provisorischen Halt fĂŒr Geldverschwendung, und fĂŒrchtet die wirtschaftlichen Vorteile eines Anschlusses an das Hochgeschwindigkeitsnetz eben erst 2029 statt schon 2025 zu bekommen.cite-ref-interim2016-44-0[44] FĂŒr eine Abstimmung im November 2016, die eine weitere Finanzierungsmöglichkeit bringen könnte, wird derzeit beraten.cite-ref-interim2016-44-1[44]
Das Paket CP2-3cite-ref-45[45] fĂŒhrt sĂŒdlich von Fresno erst entlang der BNSF Strecke und biegt vor Hanford nach Osten um die Stadt zu umfahren. Ăstlich von Hanford wird die Kings/Tulare Regional Station gebaut, die aber nicht von allen ZĂŒgen bedient werden soll. Nach Hanford fĂŒhrt die Neubaustrecke wieder zurĂŒck an die Altbaustrecke der BNSF heran. Sie endet 1,6 km nördlich der Grenze von Kings County und Kern County. Das Paket CP2-3 mit 60 Meilen (96,5 km) wurde im Dezember 2014 an das Konsortium Dragados/Flatiron/Shimmick vergeben, die mit ihrem Gebot von 1,23 Milliarden US-Dollar deutlich unter dem erwarteten Bereich von 1,5 bis 2,0 Milliarden US-Dollar lagen. Die Planungsbehörde hat fĂŒr dieses Paket nachfolgend 1,4 Milliarden US-Dollar bereitgestellt.cite-ref-46[46]cite-ref-47[47] Allerdings kam es insbesondere bei der Verlegung von Leitungen zu erheblichen Kostensteigerung im Stadtgebiet von Fresno, bei der sich die erwarteten Kosten von 69 auf 396 Millionen US-Dollar vervielfachten.cite-ref-increase2018-48-0[48] Der Vertrag mit Flatiron-Dragados wurde im Juni 2015 unterschrieben. Baubeginn war im August 2018. Der Unterbau soll bis 2023 fertiggestellt sein, Testfahrten sollen 2026 oder 2027 beginnen, der kommerzielle Betrieb soll 2030 aufgenommen werden.cite-ref-2-22-2[22]
Das Paket CP4cite-ref-49[49] fĂŒhrt vom Ende des CP2-3 weiter und endet nördlich von Shafter. Die Vergabe fĂŒr die 22 Meilen (35,4 km) lange Strecke erfolgte im Januar 2016 an die Gesellschaft California Rail Builders, die mit ihrem Gebot von 347,5 Millionen US-Dollar deutlich unter dem erwarteten Bereich von 400 bis 500 Millionen US-Dollar lagen.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Zusammen mit Zahlungen fĂŒr die Verlegung von Trassen von Versorgungsunternehmen hat die Planungsbehörde 444 Millionen Euro fĂŒr das Paket bereitgestellt.cite-ref-fresnobee201601-52-0[52] Der Unterbau soll 2022 fertiggestellt sein, sodass dies die erste Strecke des Projektes sein wird, wo der Einbau der Bahntechnik beginnen kann. Auch hier soll nach Testfahrten der kommerzielle Betrieb 2030 aufgenommen werden.cite-ref-2-22-3[22]
BakersfieldâPalmdale
SĂŒdlich von Bakersfield gibt es derzeit keine Eisenbahnverbindung ĂŒber die Tehachapi Mountains, die das San Joaquin Valley vom San Fernando Valley (mit Los Angeles) trennen. Es gibt nur eine eingleisige, sehr kurvige, von GĂŒterzĂŒgen genutzte Strecke ĂŒber den Tehachapi Loop in die Mojave-WĂŒste. Diese Neubaustrecke von Bakersfield ĂŒber Palmdale nach Los Angeles sollte bis 2021 errichtet werden, eine Inbetriebnahme der Verbindung von der Bay Area bis Los Angeles sollte ab 2022 erfolgen. In der neueren Planung wird dies nun zurĂŒckgestellt auf das Jahr 2029.
Der Neubau ĂŒber den Tehachapi Pass parallel zur StaatsstraĂe 58 ist der teuerste Abschnitt des Gesamtprojektes und wird als HerzstĂŒck des Gesamtprojektes angesehen. Die verstĂ€dterten GroĂrĂ€ume an der Bucht von San Francisco und des Kalifornischen LĂ€ngstals sind derzeit per Schiene weitgehend getrennt von den GroĂrĂ€umen von Los Angeles, Palmdale und weiter sĂŒdlich San Diego. Die einzigen Verbindungen im Reiseverkehr gibt es entlang einer KĂŒstenstrecke, die fĂŒr 660 Kilometer ĂŒber zwölf Stunden benötigt. Politisch wurde es so gesehen, dass selbst bei einem Fehlschlag des Projektes einer Hochgeschwindigkeitslinie eine neue Schienentrasse ĂŒber die Gebirge immer noch einen groĂen Vorteil einbrĂ€chte. Die ZurĂŒckstellung in der neueren Planung wird daher kritisch gesehen.
PalmdaleâBurbank
Die 61 km lange Strecke verlĂ€uft ĂŒberwiegend in Tunneln unter den San Gabriel Mountains und wird keine Zwischenstationen haben. Der gröĂte Teil der Strecke ist fĂŒr eine Geschwindigkeit von 350 km/h ausgelegt.
Die Strecke verlĂ€uft von Palmdale in einem Tunnel in sĂŒdwestlicher Richtung entlang der California State Route 14 bis zum Agua Dulce Canyon, der mit einer BrĂŒcke ĂŒberquert wird. Nach einem kurzen Tunnel werden an der Stadtgrenze von Santa Clarita der Santa Clara River und die von Metrolink betriebene Antelope Valley Line, die bestehende Bahnstrecke von Palmdale nach Los Angeles, ĂŒberquert, bevor die Hochgeschwindigkeitsstrecke in einem langen Tunnel Richtung SĂŒden verschwindet. Am Hollywood Burbank Airport trifft die Strecke auf die Antelope Valley Line, die von Sylmar geradeaus nach Burbank verlĂ€uft und von den HochgeschwindigkeitszĂŒgen mitbenutzt werden soll. Im September 2022 wurde der Entwurf der Umweltstudie fĂŒr Streckenabschnitt PalmdaleâBurbank veröffentlicht.cite-ref-53[53]
Diese Trasse wurde aus mehreren vorgeschlagenen TrassenvorschlĂ€gen ausgewĂ€hlt. Es gab zwei VorschlĂ€ge, die der State Route 14 folgten und am Hollywood Burbank Airport in die bestehende Antelope Valley Line mĂŒndeten. Sie wurden mit SR14 bezeichnet. Die VorschlĂ€ge fĂŒr Neubaustrecken durch die Waldgebiete weiter östlich erhielten Bezeichnungen mit E fĂŒr East. Sie erlaubten eine kĂŒrzere StreckenfĂŒhrung, wĂŒrden aber aus UmweltschutzgrĂŒnden weitgehend unterirdisch verlaufencite-ref-54[54] und hĂ€tten bis zu 15 Meilen (25 Kilometer) lange Tunnel unter den San Gabriel Mountains erfordert. Die Direktverbindung hĂ€tte die Regionalanbindung von Palmdale von derzeit ca. 90 auf ca. 14 Minuten verkĂŒrzt.cite-ref-55[55]
FĂŒr eine mögliche Beschlussfassung wurden die TrassenfĂŒhrungen von der Planungsbehörde weiter untersucht und im MĂ€rz 2016 in drei möglichen verfeinerten Varianten vorgelegt (englisch redefined alternatives) vorgestellt.cite-ref-56[56] Die bestehende Route SR14 folgt im westlichen Teil nicht mehr der Antelope Valley Line, sondern erhielt einen Tunnel, der westlich des Pacoima Reservoir verlĂ€uft. Die Route E1 hat den gleichen Endpunkt von einer Trasse östlich des Pacoima Reservoir. Die Route E2 hingegen verlĂ€uft geradeaus, ĂŒberquert das Tal des Hansen Dams oberirdisch weiter östlich, um mit einer weiteren Tunnelstrecke erst hinter dem Flughafen Burbank mit einem weiteren Tunnelabschnitt wieder an die OberflĂ€che zu gelangen. Bei allen drei verfeinerten Varianten gibt es keine Verbindung mehr mit Sylmar, sondern die erste Station im Los Angeles Basin ist Burbank. Im September 2018 entschied sich die Planungsbehörde dann fĂŒr eine weiter verfeinerte Route SR14 (Refined SR14A) fest, da diese die geringsten Risiken birgt, wie sich auch aus Bodenuntersuchungen ergaben.cite-ref-57[57]
BurbankâLos Angeles
In der Ebene von Los Angeles soll die bereits bestehende Antelope Valley Line von Metrolink genutzt werden, um die Los Angeles Union Station im Stadtzentrum von Los Angeles zu erreichen. Diese Strecke muss im Wesentlichen nur elektrifiziert werden. Der Bahnhof Burbank ist derzeit nur ein kleiner Bahnhof und wird als Umsteigebahnhof zu zwei Metrolink-Strecken und zukĂŒnftig auch zum Pacific Surfliner umgebaut.
Los AngelesâAnaheim
Eine der Strecken, die sich an der Los Angeles Union Station im Stadtzentrum von Los Angeles treffen, fĂŒhrt sĂŒdlich der Station in Richtung der KĂŒste und schlieĂt mehrere wichtige Orte dort an. Diese Strecke muss im Wesentlichen nur elektrifiziert werden. In der Planung von 2012 war dieser Bauabschnitt erst ab 2029 mit einer direkten Verbindung der Hochgeschwindigkeitslinie vorgesehen, im Gegensatz zur Anbindung des Stadtzentrums ab 2022. In der neueren Planung von 2016 wird der Abschnitt weiter mit 2029 angegeben, zeitgleich mit der Inbetriebnahme nach Los Angeles ĂŒberhaupt, aber Teile des Projektes sind nur noch als optional gekennzeichnet. Die erste Vorlage zu StreckenfĂŒhrung und Erweiterungen wurde im Dezember 2017 erwartet.cite-ref-58[58]
Vorgreifend hat die Gemeinde aber schon ein neues BahnhofsgebĂ€ude errichtet, das ARTIC / Anaheim Regional Transportation Intermodal Center. Dabei wurden Vorkehrungen fĂŒr eine Erweiterung der Umstiegsmöglichkeiten geschaffen, nicht nur zu Bus und Taxi, sondern auch zu einem diskutierten StraĂenbahnprojekt â die Anaheim Rapid Connection Strecke wĂŒrde dann auch vor die Tore des Disneyland Resort fĂŒhren.
Betreiber
Die Planungsbehörde hat Planungsleistungen ausgeschrieben, die auch den Betrieb der initialen Strecke (IOS) umfassen. FĂŒr diesen kombinierten Auftrag haben sich bis April 2017 fĂŒnf Konsortien interessiert. Denn der zu kĂŒrende Vorlaufbetreiber (Early Train Operator, abgekĂŒrzt ETO) sollte nicht nur bei Entwicklung und dem Management der Hochgeschwindigkeitslinie unterstĂŒtzen, sondern ihm wurden auch gute Chancen vorausgesagt, die Ausschreibung fĂŒr den endgĂŒltigen Betrieb zu gewinnen.cite-ref-59[59]cite-ref-60[60]cite-ref-61[61]
âą China HSR ETO Consortium: China Railway International, Beijing Railway Administration, China Railway Eryuan Engineering Group, China Railway Corporation
âą DB International US: DB International USA, Deutsche Bahn, Alternate Concepts, HDR
âą FS First Rail Group: Ferrovie dello Stato Italiane, FirstGroup, Trenitalia, Rete Ferroviaria Italiana, Centostazioni, Italferr, McKinsey & Company
âą Renfe: Renfe Operadora, Globalvia Inversiones, Administrador de Infraestructuras Ferroviarias, Amtrak
âą Stagecoach Group: Stagecoach Group, mit der US-Fernbustochter Coach USA (Marke Megabus)
Die vier erstgenannten Konsortien reichten schlieĂlich ein verbindliches Angebot ein; Stagecoach verzichtete darauf.cite-ref-62[62] Im Oktober 2017 wurde die Entscheidung fĂŒr das DB-Konsortium bekanntgegeben.cite-ref-63[63] Der beabsichtigte Zuschlag verzögerte sich wegen einer Vergabebeschwerde des zweitplatzierten Renfe-Konsortiums, erfolgte dann aber doch am 15. November zugunsten der DB.cite-ref-64[64]
Fahrzeuge
In RĂŒckgriff auf frĂŒhere Planungen in den USA (etwa fĂŒr den Raum Houston-Dallas) sollten die Neubaustrecken fĂŒr Geschwindigkeiten von bis zu 250 mph (etwa 400 km/h) projektiert werden. Dies entspricht dem derzeit bei der Eisenbahnbehörde maximal erlaubten Wert fĂŒr schienengebundene Fahrzeuge. Die Mindestgeschwindigkeit zur Klassifizierung als Hochgeschwindigkeitszug ist dabei historisch in den USA verschieden, in Kalifornien wird der Bereich ab 125 mph (etwa 200 km/h) verwendet (in AnnĂ€herung an europĂ€ische Bestimmungen), wĂ€hrend die Federal Railroad Administration schon ab 110 mph (etwa 180 km/h) die ZĂŒge zum âRegionalâ Hochgeschwindigkeitsverkehr rechnet, und eine zweite Kategorie als âExpressâ Hochgeschwindigkeitsverkehr ab 150 mph (etwa 240 km/h) ansetzt.cite-ref-hsrstrategicplan-65-0[65]
Ein Streckenabschnitt im Central Valley wird gerade genug sein, um auch die 250 mph zu erreichen (Bakersfield bis Merced), fĂŒr die spĂ€tere Ausschreibung der HochgeschwindigkeitszĂŒge wurden dann mindestens 220 mph (350 km/h) gefordert. Amtrak wollte sich dabei an der Ausschreibung beteiligen, da fĂŒr das Next-Gen Programm fĂŒr Neubaustrecken im Nordostkorridor ebendiese Geschwindigkeit vorgesehen ist.cite-ref-66[66] Diese Kooperation wurde von Seiten des CaHSR jedoch wieder aufgegeben, da die technischen Anforderungen zu weit auseinandergehen, und man aus KostengrĂŒnden fĂŒr Kalifornien auf international gebrĂ€uchliche Designs zurĂŒckgreifen will.cite-ref-fresnobee2014-67-0[67] Unter anderem herrscht im Nordostkorridor eine einheitliche Bahnsteighöhe von 1219 Millimetern (48 Zoll) mit Zugbodenhöhen von bis zu 1295 Millimetern (42 bis 51 Zoll), beim wichtigen Caltrain liegt die Bahnsteighöhe jedoch bei nur 200 Millimetern (8 Zoll) mit der ersten Stufe bei 460 Millimetern (18 Zoll) an den eingesetzten ZĂŒgen.cite-ref-68[68], was nĂ€her an den europĂ€ischen Designs mit 550 Millimetern liegt. Hinzu kommt, dass Amtraks Next-Gen Programm noch nicht konkret geplant ist, und im nĂ€herliegenden Next-Up Programm fĂŒr den Nordostkorridor maximal 257 km/h (160 mph) angestrebt werden.
Der Anforderungskatalog ab 2014 nennt fĂŒr die neuen Fahrzeuge eine Mindestgeschwindigkeit von 220 mph (350 km/h) und die Anbieter mĂŒssen zeigen, dass sie auf Basis einer Fahrzeuggeneration erstellt werden, die seit mindestens fĂŒnf Jahren mit Betriebsgeschwindigkeiten ĂŒber 186 mph (300 km/h) im Einsatz sind. Die ZĂŒge mĂŒssen dabei auf einer LĂ€nge von 672 FuĂ (205 Meter) eine KapazitĂ€t von mindestens 450 SitzplĂ€tzen aufweisen. Aufgrund des Buy-America-Programs mĂŒssen die Fahrzeuge in den USA hergestellt werden, die Federal Railroad Administration hat jedoch eine Ausnahme fĂŒr zwei zu liefernde Prototypen gestattet, sodass Hersteller die Anlagen nachfolgend noch aufbauen können. Das erste Lieferlos fĂŒr die Strecke im Central Valley umfasst dabei 15 bis 20 ZĂŒge, die 2018 in den laufenden Betrieb gehen, der Rahmenvertrag fĂŒr den Endausbau soll bis zu 95 ZĂŒge umfassen, mit einem Zeithorizont bis 2028.cite-ref-fresnobee2014-67-1[67]
Die Planungsbehörde fĂŒhrt derzeit Konsultationen mit den Anbietern und will eine Entscheidung fĂŒr einen Hersteller im FrĂŒhjahr 2015 bevorschlagen. Insgesamt schicken neun Anbieter ihre Designs ins Rennen um den Auftrag.cite-ref-69[69] Neben den in mehreren Varianten schon verfĂŒgbaren ICE-3/Velaro von Siemens (Siemens hat auĂerdem schon eine Fertigungsstrecke fĂŒr StraĂenbahnen in Kalifornien), kann auch Kawasaki auf mehrere Shinkansen-Modelle mit Geschwindigkeiten von 320 km/h zurĂŒckgreifen (und will vor allem ihre neueste Generation efSET anbieten).
Die chinesischen Hersteller CNR (CRH 380A) auf Basis von Kawasaki-Technologie und CSR (CRH 380BL) auf Basis von Siemens-Technologie könnten allerdings gĂŒnstiger als diese sein, mĂŒssten die US-Produktion aber bei null anfangen. Der kanadische Hersteller Bombardier ist in den USA dagegen gut etabliert, und kann neben einem eigenen Modell (Zefiro 380) auch bestehende Kooperationen vorweisen. So bietet der italienische Partner AnsaldoBreda den Frecciarossa 1000 (alias Zefiro V300) an, und der spanische Partner Talgo den Talgo 350 / Talgo AVRIL.
Hinzu treten Alstom, die auf einer jahrzehntelangen Erfahrung mit den TGV Modellen den neuen Alstom AGV anbieten, sowie Hyundai Rotem, die auf Basis der TGV-basierten erprobten KTX (mit allerdings nur 205 mph) derzeit eine neue Generation als HEMU-430X entwickeln (mit dann 267 mph).cite-ref-fresnobee2014-67-2[67]
In den ersten technischen EinschĂ€tzungen von 2009 favorisierte die Planungsbehörde die Modelle Alstom AGV und Siemens Velaro.cite-ref-70[70] Dabei bevorzugt man, keine DoppelstockzĂŒge einzusetzen und eher niedrige Bauhöhen zu verwenden, um Seitenwindprobleme bei hohen Geschwindigkeiten zu vermeiden. Entsprechend der Anforderung fĂŒr ein stufenfreies Design, setzen die Planungen ab 2015 grundlegend eine FuĂbodenhöhe von 1270 Millimetern (50 Zoll) mit passenden Bahnsteigen fĂŒr einen ebenengleichen Zugang an. FĂŒr den Caltrain, der bisher mit nur 635 Millimetern (25 Zoll) arbeitet, werden daher Modelle mit TĂŒren auf zwei verschiedenen Höhen geplant.cite-ref-71[71]
Die Bedeutung des Buy-America-Programms fĂŒr die Wahl des Anbieters zeigte sich unter anderem darin, dass es als Hauptgrund angegeben wurde, dass die chinesischen Anbieter beim XpressWest-Projekt abgesprungen sind.cite-ref-72[72] Siemens betreibt dagegen bereits ein Werk mit 800 Mitarbeitern in Sacramento (hauptsĂ€chlich fĂŒr Stadtbahnen).cite-ref-73[73]
Im November 2016 hat die Federal Railroad Administration eine Beschlussvorlage geliefert, nach der die Crashsicherheit im Schienenfahrzeugbau nach europĂ€ischen Standards (siehe EN 15227) als ausreichend fĂŒr den US-Markt behandelt werden soll. Dies ist eigentlich dazu gedacht, die Beschaffung von ReisezĂŒgen allgemein zu erleichtern, wird jedoch auch fĂŒr europĂ€ische Anbieter von HochgeschwindigkeitszĂŒgen die Anpassung der Modelle fĂŒr das kalifornische Hochgeschwindigkeitsprojekt erleichtern.
Reisezeiten
Bei der Vorlage der âProposition 1Aâ zur Volksabstimmung nannte die Einleitung bereits eine Entwurfsgeschwindigkeit von 220 mph (350 km/h) in 2704.21(f)(1) fĂŒr das System. Darauf basierend wurden in 2704.09 eine Reihe von Mindestangaben fĂŒr die ZĂŒge und Fahrzeiten aufgestellt und beschlossen. Diese dĂŒrfen durch die Planer nicht unterboten werden:cite-ref-74[74]
âą 2704.09(a): die elektrischen ZĂŒge mĂŒssen eine Betriebsgeschwindigkeit von mindestens 200 mph (320 km/h) haben.
âą 2704.09(b): Non-Stop-ZĂŒge mĂŒssen eine maximale Reisedauer zwischen folgenden StĂ€dten erreichen:
âą 2704.09(b)(1): San Francisco bis Los Angeles Union Station: 2 Stunden 40 Minuten.
âą 2704.09(b)(2): Oakland bis Los Angeles Union Station: 2 Stunden 40 Minuten.
⹠2704.09(b)(3): San Francisco bis San José: 30 Minuten.
⹠2704.09(b)(4): San José bis Los Angeles: 2 Stunden 10 Minuten.
âą 2704.09(b)(5): San Diego bis Los Angeles: 1 Stunde 20 Minuten.
âą 2704.09(b)(6): Inland Empire bis Los Angeles: 30 Minuten.
âą 2704.09(b)(7): Sacramento bis Los Angeles: 2 Stunden 20 Minuten.
âą 2704.09(c): Der erreichbare Zugabstand soll 5 Minuten oder darunter liegen
âą 2704.09(d): Die maximal Anzahl der Stationen im Korridor 2704.04(b) soll unter 24 liegen, zwischen Gilroy und Merced gibt es keine Station.
âą 2704.09(e): ZĂŒge sollen Zwischenbahnhöfe mit Betriebsgeschwindigkeit umfahren oder passieren können.
âą 2704.09(f): FĂŒr die Zugverbindungen in 2704.09(b) mĂŒssen Fahrten ohne Umsteigen bereitstehen.
Nimmt man die Strecke von San Francisco nach San JosĂ© mit 82 km LĂ€nge an, so mĂŒssen ZĂŒge darauf mindestens 102 mph (164 km/h) schnell fahren, um eine Reisedauer von maximal 30 Minuten erreichen zu können. Aktuell fĂ€hrt der Caltrain diese Strecke mit 79 mph (127 km/h) und nach der Elektrifizierung ab 2020 sollen in dem Korridor bis zu 110 mph (177 km/h) möglich sein. Es gibt derzeit auf diesem Streckenabschnitt keine Non-Stop-ZĂŒge und auch fĂŒr den CaHSR sind zwei mögliche Halte projektiert.
Die Zeit von 2 Stunden 40 Minuten von San Francisco bis Los Angeles (Punkt 1) ergibt sich durch Addition der gerade genannten 30 Minuten (Punkt 3) und den 2 Stunden 10 Minuten (Punkt 4) von San JosĂ© bis Los Angeles. Bei einer StreckenlĂ€nge zwischen 670 und 700 Kilometern erfordert dies eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 mph (320 km/h). Da im Umfeld stĂ€dtischer Regionen langsamer gefahren wird, mĂŒssen die zwischenliegenden Strecken regelmĂ€Ăig fĂŒr 220 mph (350 km/h) projektiert werden.
Zur Zeit der Beschlussfassung 2008 war dies noch nicht gĂ€ngig, mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von 350 km/h waren nur zwei Strecken ausgelegt, dabei war die Schnellfahrstrecke PekingâTianjin fĂŒr einen Betrieb mit 300 km/h ab 2008 vorgesehen, und LGV Est europĂ©enne wird erst seit 2016 regulĂ€r mit 320 km/h bedient. Der kalifornische Hochgeschwindigkeitszug muss hier den Stand der Technik ausnutzen, um die Bedingungen der Volksabstimmung einhalten zu können. HochgeschwindigkeitszĂŒge wurden 2008 noch nicht mit 350 km/h betrieben, der Velaro CN befand sich gerade in der Abnahme und der TGV POS wurde 2007 fĂŒr 330 km/h zugelassen (die jeweiligen Baureihen fĂŒr die genannten Strecken).
BefĂŒrworter des Projekts
KostenaufwĂ€ndige Projekte werden von der kalifornischen Bevölkerung generell nicht befĂŒrwortet. Sowohl der republikanische Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, als auch die groĂe Mehrheit der Demokraten (unter anderem Abgeordnete Fiona Ma)cite-ref-75[75] und ein bedeutender Anteil der republikanischen Abgeordneten im kalifornischen Kapitol sowie bekannte Politiker in Kalifornien und anderen Staaten unterstĂŒtzen jedoch das Projekt. Die breite UnterstĂŒtzung fĂŒr California High-Speed Rail basiert auf mehreren GrĂŒnden.
Politiker
Politiker befĂŒrworten die Kostenersparnis einer 800 Meilen (rund 1.287 Kilometer) langen Hochgeschwindigkeitsstrecke im Vergleich zum Bau oder der Erweiterung von FlughĂ€fen oder Highways.cite-ref-76[76] Als Beispiel wĂŒrde die Erweiterung des Interstate-Highways 5 im Central Valley auf vier Spuren je Fahrtrichtung zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar kosten. Bis 2030 wird die Bevölkerung Kaliforniens auf 52 Millionen angewachsen sein. Die Kosten zur Erhaltung oder fĂŒr den Neubau der Highways wĂŒrden das Budget der Regierung sprengen, Resultat wĂ€ren zusĂ€tzliche Verkehrsstaus.cite-ref-77[77]
Interessengruppen
Zum anderen befĂŒrworten Interessengruppen, wie der berĂŒhmte Sierra Club, die Hochgeschwindigkeitslinie, da sie die einzige umweltfreundliche Alternative zu Passagierflugzeugen und den Highways darstellt. Ein Hochgeschwindigkeitszug wĂŒrde nicht nur zu Einsparungen bei Kohlendioxid-Emissionen fĂŒhren, sondern auch die Luftverschmutzung reduzieren.cite-ref-78[78]cite-ref-calstudents-79-0[79]
Wirtschaft
Aus wirtschaftlicher Sicht soll Kalifornien ebenfalls profitieren. CALPIRG schĂ€tzt, dass aufgrund des Baus einer gröĂtenteils völlig neuen Infrastruktur mehr als 160.000 Jobs entstehen werden, die sich allein mit der Planung, der Projektierung und der Errichtung beschĂ€ftigen. Weitere geschĂ€tzte langfristige 450.000 ArbeitsplĂ€tze sollen durch die Erhaltung der Strecke oder indirekt durch GeschĂ€fte und Hotels in den neuen Hauptbahnhöfen entstehen.cite-ref-calstudents-79-1[79]
Bevölkerung
Aus der Sicht der Bevölkerung bietet die neue Hochgeschwindigkeitslinie eine Alternative zum Auto, die gerade bei den steigenden Benzinpreisen immer attraktiver wird. Da der Zug, nach Angaben der California High Speed Rail Authority, voraussichtlich 92 Millionen Reisende pro Jahr befördern wird, entlastet er auch die StraĂen und somit Pendler, die sonst noch mehr Zeit im Stau verbringen wĂŒrden. Staus kosten schon heute die Kalifornier 20 Milliarden Dollar pro Jahr aufgrund verlorener Zeit und verschwendeten Benzins.cite-ref-calstudents-79-2[79]
Zuletzt erhofft man sich durch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel auch weniger EnergieabhĂ€ngigkeit gegenĂŒber den OPEC-Staaten.
Gegner des Projekts
Allerdings erheben sich auch Stimmen gegen California High-Speed Rail sowohl von konservativen Politikern als auch von UmweltschĂŒtzern.
UmweltschĂŒtzer
So stellt sich die Planning and Conservation League Foundation gegen die geplante Route. Sie befĂŒrchtet, dass die Strecke durch unberĂŒhrte Wildnis laufe und somit Flora und vor allem Fauna störe. Als Alternative schlĂ€gt sie eine Route vor, die im Sinne der TrassenbĂŒndelung entlang bestehender Autobahnen oder bestehender Bahnstrecken verlĂ€uft, um WĂ€lder und Farmland zu erhalten.cite-ref-80[80]
Thinktanks
Die Reason Foundation hĂ€lt die Prognosen fĂŒr die Anzahl der FahrgĂ€ste und die Kosten des Baus fĂŒr falsch. Nach den Berechnungen der Denkfabrik wird der Bau der kompletten Strecke zwischen 65 und 81 Milliarden Dollar kosten, verglichen mit den 40 Milliarden Dollar, die von der California High Speed Rail Authority prognostiziert wurden. ZusĂ€tzlich schĂ€tzt man die Anzahl der Reisenden pro Jahr zwischen 23 und 31 Millionen, was verglichen zu 92 Millionen einen Verlust von 4,17 Milliarden Dollar pro Jahr bedeuten wĂŒrde.cite-ref-reason-81-0[81]
Technik
Als Zugbeeinflussung wird zwischen Los Angeles und San JosĂ© ETCS erwogen.cite-ref-ptc2012-82-0[82] Dies wĂ€re die einzige Variante eines Positive Train Control Systems auf dieser Basis, wĂ€hrend sonst das 220-MHz-PTC-Radio gegebenenfalls mit ACSES-Balisen verknĂŒpft wird. FĂŒr den Caltrain-Corridor wurde eine eigene Variante eines PTC-Systems entwickelt: das Communications Based Overlay Signal System (CBOSS).cite-ref-83[83] Die InteroperabilitĂ€t von CBOSS PTC mit CaHSR-ZĂŒgen stand dabei nicht in den Auflagen, eine Eignung der Nutzung der zehn installierten PTC-Radio-Basisstationen im Caltrain-Corridor fĂŒr den Hochgeschwindigkeitsverkehr wurde jedoch berĂŒcksichtigt.
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Weblinks
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: California High-Speed Rail
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